Die Einführung digitaler Werkzeuge in das HSE-System wird zu einem natürlichen Schritt in der Entwicklung der Sicherheitskultur in modernen Unternehmen. Der HSE-Direktor von AKKERMANN ZEMENT, Nikita Wildt, teilt seine praktischen Erfahrungen bei der Erstellung einer mobilen App zur Suche und Identifizierung von Risiken. In der Präsentation wird der Entwicklungsprozess des Tools „AKKERMANN ohne Gefahr“ unter den Bedingungen eines begrenzten Budgets detailliert betrachtet.
Das Konzept der App basiert auf maximaler Einfachheit und intuitiver Verständlichkeit. Sie erfordert keine komplizierte Registrierung und überlastet die Smartphones der Mitarbeiter nicht. Die Schlüsselfunktion ist die Schaltfläche „Risiko melden“, mit der eine gefährliche Handlung oder Bedingung schnell erfasst werden kann.
Eines der Hauptprobleme bei der Einführung der App war die Überwindung des Widerstands der Mitarbeiter, die die Risikoerkennung ausschließlich als Aufgabe der HSE-Abteilung betrachteten. Der Sprecher zeigt an einem Beispiel, wie der Gamification-Effekt half, das Personal einzubinden.
Neben der Initiative der Arbeiter selbst hat das Unternehmen geplante „Risikojagden“ eingeführt. Ein geschulter Methodiker geht mit einer Gruppe von Mitarbeitern (bis zu 5 Personen) auf das Gelände und bringt ihnen bei, Gefahren zu erkennen und die App zu nutzen. Dies ist keine Inspektion, sondern eine praktische Ausbildung am Arbeitsplatz.
Für Unternehmen, in denen die Einführung der App noch nicht möglich ist (z. B. wegen fehlender Smartphones bei einem Teil des Personals oder Budgetbeschränkungen), schlägt der Sprecher vor, verfügbare Messenger zu nutzen. In einem der Werke des Unternehmens funktioniert ein Telegram-Chatbot erfolgreich, der ähnliche Funktionen zur Erfassung von Risikoinformationen erfüllt.
Entdecken Sie die vollständige Bibliothek bewährter Praktiken der Arbeitssicherheit
Zur Bibliothek