Das Sicherheitsmanagement bei der Schichtarbeit an abgelegenen Standorten erfordert eine einwandfreie Logistik und strenge Kontrolle. Wenn die Belegschaft 17.000 Personen übersteigt und die Projektgeografie die Regionen des Hohen Nordens umfasst, versagen unweigerlich traditionelle Methoden zur Erfassung von Unterweisungen, medizinischen Untersuchungen und der Ausgabe von PSA. In diesem Webinar analysiert Anastasia Lukovenko einen praktischen Fall der Transformation der Vor-Schicht-Kontrolle in einem großen Bauunternehmen, in dem isolierte Prozesse zu einem einheitlichen digitalen Ökosystem zusammengeführt wurden.
Um Informationsverluste zu minimieren und die Kontrolle über die Personalbewegungen zu behalten, entwickelte das Unternehmen eine spezielle Roadmap. Es wurden drei große Schichtzentren in Ufa, Nowosibirsk und Irkutsk eingerichtet. Die Referentin zeigt am Beispiel dieser Zentren, wie das Prinzip der zentralen Anlaufstelle (One-Stop-Shop) umgesetzt wird: Der Mitarbeiter kommt von zu Hause an und durchläuft nacheinander den Unternehmensschutz (Alkoholtest), das medizinische Zentrum, die Personalabteilung und die HSE-Abteilung. Erst nach erfolgreichem Abschluss aller Phasen wird die Zulassung für den Transfer zum Standort per Charterflug erteilt.
Die Umsetzung eines solch groß angelegten Projekts erforderte entsprechende Software. Der Verzicht auf Fremdprodukte zugunsten einer Eigenentwicklung auf der Plattform „1C:Enterprise 8.3“ ermöglichte die Lösung zentraler Infrastrukturaufgaben. Erstens sorgte dies für eine nahtlose Integration in bereits genutzte Personaldatenbanken und Dokumentenmanagementsysteme und erfüllte strenge Anforderungen an die Informationssicherheit. Zweitens wird nun die gesamte Historie des Mitarbeiters – von der Einstellung bis zu Mikrotraumata – in einer einzigen geschützten Umgebung gespeichert.
In der Präsentation wird die Funktionalität des HSE-Moduls detailliert betrachtet. Beim Betreten des Büros scannt der Spezialist die Registrierungskarte des Mitarbeiters, und das System generiert automatisch eine Checkliste. Diese spiegelt alle notwendigen Maßnahmen wider: Durchführung der Einführungsunterweisung, Bekanntmachung mit den Karten zur Bewertung beruflicher Risiken und den Ergebnissen der speziellen Arbeitsplatzbewertung, Zuweisung zur Wissensüberprüfung. Dies schließt den menschlichen Faktor aus und garantiert, dass kein unvorbereiteter Mitarbeiter auf die Baustelle gelangt.
Besonderes Augenmerk wird auf die Integration mit staatlichen Systemen gelegt. Die Plattform ermöglicht es, mit wenigen Klicks XML-Dateien für die Datenübertragung an das Register des Arbeitsministeriums zu erstellen und Registrierungsnummern automatisch wieder in die Mitarbeiterkarten zu laden. Dies reduziert den Arbeitsaufwand der Spezialisten und das Risiko von Geldstrafen für fehlende Dokumente auf Baustellen drastisch.
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