HSE im Einzelhandel unterscheidet sich grundlegend von der Produktion oder Lagerlogistik. Eine weite geografische Verbreitung, unterschiedliche Zeitzonen, hohe Personalfluktuation und Ressourcenknappheit machen den traditionellen Ansatz mit physischer Präsenz eines Spezialisten an jedem Standort unmöglich. In der Präsentation wird der Fall des Unternehmens „WinLab“ (Novabev Group) detailliert betrachtet, bei dem für das Sicherheitsmanagement in mehr als 1500 Filialen eine Digitalisierungsstrategie gewählt wurde.
Der Referent erläutert, wie die Integration von HSE-Prozessen in ein einheitliches kommerzielles Aufgabenmanagementsystem das Problem der „Stillen Post“ überwinden und Routineprozesse automatisieren konnte, wodurch die bürokratische Belastung der Spezialisten verringert wurde.
Die Schlüssellösung war die Nutzung der einheitlichen Unternehmens-App I'm ready. Dies vermied die Einführung separater HSE-Software, die vom Personal sabotiert werden könnte. Im Rahmen des Systems wurden folgende Instrumente implementiert:
Eines der Hauptprobleme war das Fehlen einer effektiven Kommunikation mit 7.500 Mitarbeitern. Der Referent zeigt an einem Beispiel, wie die Nutzung von Push-Benachrichtigungen auf dem Startbildschirm der Unternehmens-App dieses Problem gelöst hat. Jetzt sieht jeder Mitarbeiter Informationen über Vorfälle, Motivationsprogramme und Sicherheitsregeln.
Zur Bewertung der Arbeitsbedingungen wurden regelmäßige gezielte Umfragen eingeführt. Anstelle allgemeiner Fragen („Worüber beschweren Sie sich?“), die normalerweise keine Ergebnisse liefern, stellt das System spezifische Fragen (z. B. zum Zustand von Treppen oder Klimaanlagen). Dies ermöglicht es, schnell Daten aus dem gesamten Netzwerk zu sammeln, sie an die Wartungsabteilung weiterzuleiten und die Behebung von Problemen zu überwachen.
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