Die Transformation der Sicherheitskultur ist ohne die aktive Beteiligung der Geschäftsführung unmöglich. Der Vortrag beleuchtet detailliert die Erfahrungen von PAO «NLMK», wo die Einführung des Vision Zero-Konzepts und die Entwicklung einer proaktiven Sicherheitskultur mit dem persönlichen Engagement des Unternehmenspräsidenten begannen. Der Sprecher analysiert, wie Führung auf höchster Ebene die Werte und Überzeugungen der Mitarbeiter prägt, was letztendlich zu einer Verhaltensänderung am Arbeitsplatz und einer Reduzierung von Verletzungen führt.
Für eine effektive Entwicklung der Sicherheitskultur ist es notwendig, Prioritäten nicht nur zu deklarieren, sondern sie durch persönliches Beispiel zu demonstrieren. Im Unternehmen wurde ein Rollenmodell für Führungskräfte etabliert, bei dem Führungskräfte aller Ebenen, angefangen beim Präsidenten, persönlich an HSE-Prozessen teilnehmen. Sie führen Sicherheitskontakte, Linienrundgänge und Verhaltensdialoge durch und beteiligen sich an der Untersuchung von Vorfällen. Der Sprecher zeigt am Beispiel, wie die Betreuung spezifischer Risikominderungsprojekte (z. B. Arbeiten in der Höhe, LOTO-System, Fremdfirmenmanagement) durch das Top-Management die Verantwortung und Effektivität erhöht.
Der Verzicht auf Papierkram und der Übergang zu digitalen Lösungen ist ein wichtiger Schritt zur Steigerung der Effizienz des Sicherheitsmanagements. Die Einführung mobiler Anwendungen zur Erfassung unsicherer Handlungen und Bedingungen, die Automatisierung von Sicherheitskontakten und die Nutzung elektronischer Arbeitsfreigaben ermöglichen eine schnelle Reaktion auf Risiken und die Analyse von Daten. Der Sprecher merkt an, dass die Ausstattung der Mitarbeiter mit Smartphones und Unternehmenskommunikation ihre Einbindung in den Prozess der Erkennung und Beseitigung von Gefahren fördert.
Um die Initiative von Mitarbeitern und Auftragnehmern aufrechtzuerhalten, ist ein durchdachtes Motivationssystem erforderlich. Das Unternehmen verfügt über einen Präsidentenpreis für Leistungen im HSE-Bereich sowie über Belohnungsprogramme für die Meldung von Beinaheunfällen. Besonderes Augenmerk wird auf die Zusammenarbeit mit Auftragnehmern gelegt: Supervision wurde eingeführt, strenge Anforderungen an das Vorhandensein von HSE-Spezialisten wurden festgelegt, und Strafen für Verstöße können durch gezielte Investitionen in die Sicherheit (z. B. den Kauf hochwertiger PSA) ersetzt werden.
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