Arbeitssicherheitskultur als persönliche Priorität der Mitarbeiter

Fallstudie
23 November 2023 🇷🇺 Originalsprache: русский

Sicherheitskultur als natürliche Phase der Unternehmensentwicklung

Das Erreichen von null Unfällen in der modernen Produktion ist unmöglich, ohne die Einstellung der Mitarbeiter selbst zu Sicherheitsthemen zu ändern. Wenn die Einhaltung von Regeln keine Formalität mehr ist und zur persönlichen Priorität jedes Mitarbeiters wird, erreicht das Unternehmen eine neue Ebene der Produktionskultur. In diesem Webinar erläutert Vadim Gura, Leiter der Abteilung für Arbeitsschutz und industrielle Sicherheit bei OOO „AGMK“, praktische Instrumente zur Einbindung des Personals und zur Schaffung eines bewussten Umgangs mit sicherer Arbeit.

Kommunikationsprogramm: Von der Information zur Einbindung

Der Referent betont, dass für eine effektive Veränderung der Sicherheitskultur ein umfassender Ansatz erforderlich ist. Im Unternehmen wurde ein Kommunikationsprogramm entwickelt, dessen Ziel es ist, Sicherheit zur persönlichen Priorität jedes Einzelnen zu machen. Es umfasst nicht nur die Information, sondern auch die aktive Einbindung von Mitarbeitern aller Ebenen.

Führung durch Führungskräfte

Ein Schlüsselelement des Programms ist das persönliche Vorbild der Führungskräfte. Fragen des Arbeitsschutzes stehen bei allen Besprechungen immer ganz oben auf der Tagesordnung. Führungskräfte nehmen persönlich an Sicherheitsaudits teil, tragen bei Besuchen von Produktionsstätten die vollständige PSA und stellen die Anwesenheit von HSE-Spezialisten bei der Prüfung aller Produktionsprojekte sicher. Dies zeigt das tatsächliche und nicht nur deklarierte Engagement des Unternehmens für Sicherheitsthemen.

Einbindende Unterweisungen und Fünf-Minuten-Sicherheitsgespräche

Anstelle des formalen Vorlesens von Anweisungen wurden einbindende Unterweisungen eingeführt. Vierteljährlich werden die Themen der Fünf-Minuten-Sicherheitsgespräche unter Berücksichtigung der identifizierten Risiken in bestimmten Bereichen aktualisiert. Ein wichtiges Merkmal ist das zweistufige Format: Am ersten Tag vermittelt der Meister die Informationen, und am zweiten Tag bindet er die Arbeiter in die Diskussion ein und übergibt ihnen die Initiative. Dies stimuliert die aktive Teilnahme des Teams am Prozess.

Kontroll- und Feedback-Instrumente

Um ein hohes Niveau der Sicherheitskultur aufrechtzuerhalten, sind effektive Instrumente zur Kontrolle und zum Sammeln von Feedback erforderlich.

Schichtweise Risikobewertung (SRB)

Das SRB-Verfahren wird in zwei Phasen durchgeführt: Zuerst bewertet der Arbeiter seinen Arbeitsplatz, dann der Meister. In die SRB-Karten werden auch Vorschläge zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen eingetragen. Der Referent weist auf die erfolgreiche Einführung einer mobilen App für die SRB hin, die den Prozess der Erfassung von Abweichungen und Vorschlägen erheblich vereinfacht und beschleunigt hat.

Verhaltensbasiertes Sicherheitsaudit (VSA)

Das VSA zielt darauf ab, unsichere Handlungen und Bedingungen zu identifizieren. Führungskräfte beobachten die Ausführung der Arbeiten, dokumentieren Fehler und führen korrigierende Gespräche. Dies ermöglicht nicht nur die Vermeidung von Vorfällen, sondern zeigt auch die Führungsqualitäten der Manager in Sicherheitsfragen.

Motivation und Zusammenarbeit mit Auftragnehmern

Ein wichtiger Aspekt ist die Motivation des Personals. Im Unternehmen werden Wettbewerbe, Sicherheitsrundgänge und Dankbarkeitsrundgänge mit der Verleihung von wertvollen Preisen und Souvenirs durchgeführt. Außerdem wurde ein System zur Unterzeichnung persönlicher und kollektiver Verpflichtungen zur Einhaltung von Sicherheitsregeln eingeführt.

Besonderes Augenmerk wird auf die Zusammenarbeit mit Auftragnehmern gelegt. Für sie wurde eine spezielle Internetressource mit den erforderlichen Dokumentationen entwickelt, es findet eine vierteljährliche Bewertung und Auszeichnung der besten Auftragnehmer statt, was sie zur Einhaltung der hohen Sicherheitsstandards des Unternehmens anspornt.

Was Sie in diesem Webinar lernen werden:

  • Wie überwindet man den Widerstand des Personals bei der Einführung neuer Sicherheitsregeln?
  • Welche Instrumente des Kommunikationsprogramms sind am effektivsten für die Einbindung der Mitarbeiter?
  • Wie organisiert man den Prozess der schichtweisen Risikobewertung mithilfe mobiler Technologien?
  • Wie motiviert man Auftragnehmer, die HSE-Unternehmensstandards einzuhalten?
  • Was ist der Unterschied in den Ansätzen zur Schaffung einer Sicherheitskultur bei jungen Fachkräften und erfahrenen Mitarbeitern?
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